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Es gibt zwei Arten von Atomwaffentests:

Bei atmosphärischen Tests wird die Kernwaffe aus einem Flugzeug geworfen, unter einen Ballon gehängt oder auf einer Plattform montiert. Die Explosion wühlt große Mengen Erde und Staub bis in die Atmosphäre auf. Diese Teilchen sind radioaktiv verseucht und können durch den Wind über weite Gebiete verteilt werden. Später gehen sie als "fallout" nieder.

 

Bei unterirdischen Tests wird ein vertikaler oder horizontaler Schaft wird in den Boden gebohrt und ein Container, der den Sprengkopf, Sprengteile, Strahlungsdetektoren, Fernsehkameras etc. enthält, auf den Grund gelassen. Der Schaft wird aufgefüllt mit Magnetit (einem Eisenoxid zur Abschirmung) und abwechselnd Schichten von grobem Geröll und feinem Sand, um das Austreten von radioaktivem Material in die Umgebung zu verhindern.

 

Thermonukleare Tests

 

Nach Abschluss der Entwicklung im Frühjahr 1951 wurde auf dem US-Testgelände Eniwetok (Marshall-Inseln) am 1. November 1952 ein groß angelegter erfolgreicher Test mit einer Verschmelzungswaffe durchgeführt. Bei diesem Test mit dem Namen Mike wurde eine Explosion erzeugt, deren Stärke mehreren Millionen Tonnen TNT (das sind mehrere Megatonnen) entsprach. Viele Jahre früher als erwartet, brachte die Sowjetunion im August 1953 eine thermonukleare Waffe im Megatonnenbereich zur Detonation. Am 1. März 1954 testeten die Vereinigten Staaten eine Fusionsbombe mit einer Sprengkraft von 15 Megatonnen. Nach Schätzungen erzeugte sie einen glühenden Feuerball mit mehr als 4,8 Kilometer Durchmesser.

Die Explosion vom März 1954 führte weltweit zur Möglichkeit, mit Hilfe des radioaktiven Niederschlages die Größe und Stärke einer Bombe zu analysieren. Etwas von dem radioaktiven Abfall fiel auf ein japanisches Schiff mit dem Namen Glücklicher Drache, das etwa 160 Kilometer vom Testgelände entfernt auf Thunfischfang war. Japanische Wissenschaftler untersuchten später den radioaktiven Staub. Aus den Ergebnissen wurde deutlich, dass der Niederschlag, der auf den Glücklichen Drachen gefallen war, von einer Bombe herrührte, die wesentlich stärker war als nur eine herkömmliche H-Bombe.